Das Haus der Kultur

In der Bundesstadt Bonn ist der Politikschwerpunkt Kultur nach dem Berlin-Bonn-Gesetz (1994) weiter ausgebaut worden. Ein Baustein der diesem Ausbau zugrunde liegenden Konzeption war das Haus der Kultur als Begegnungsstätte von Politik, Kunst und Kulturverwaltung und wurde deshalb seit Ende 1995 bis 2004 aus Ausgleichsmitteln des Bundes gefördert. Seitdem trägt sich das Haus der Kultur mit Unterstützung der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien selbst aus den Mieten der Nutzer.

Mit insgesamt 18 Verbänden und Institutionen präsentiert das Haus der Kultur wichtige kulturpolitische Netzwerke auf Bundesebene und gewährleistet damit die Möglichkeit, dass zivilgesellschaftliche Organisationen in Bonn zusammenwirken. Das Spektrum der Aktivitäten und Aufgaben der darin vertretenen Verbände und Einrichtungen ist vielfältig. Folgende Funktionen sind hervorzuheben

Mit diesen und anderen Aufgaben ist das Haus der Kultur ein öffentlicher Kommunikationsort und wichtiger Umschlagplatz für kulturpolitische Informationen in Deutschland und trägt dazu bei, die intermediäre Funktion von Kulturverbänden/-organisationen zwischen Staat und Gesellschaft zu vertiefen. Durch die gemeinsame Nutzung von Infrastruktur und kurze Wege werden Ressourcen gebündelt und Synergieeffekte freigesetzt. Bemerkenswert sind nicht nur die repräsentative Funktion und die kulturpolitische Bedeutung des Hauses der Kultur, sondern auch seine Beschäftigungswirkung und seine ökonomische Relevanz. Die im Haus der Kultur vertretenen Verbände und Institutionen stellen über 120 Arbeitsplätze zur Verfügung und setzen pro Jahr ca. 40 Mio. Euro um; mehr als 75% davon sind private Mittel und belasten damit nicht die öffentlichen Haushalte.

Das Haus der Kultur ist also auch in wirtschaftlicher Hinsicht ein nicht zu unterschätzender Standortfaktor für Bonn.